KI-Film, Generatives Video · 2026
Initiative für grünere Städte
Ein Uniprojekt im Fach AIX Design: verschiedene KI-Tools für Bild und Video ausprobieren, an ihre Grenzen stoßen und schauen, wie weit die Technik schon ist. Als Rahmen dienten der Megatrend Nachhaltigkeit und sein Mikrotrend Urban Greening, umgesetzt in einem Kurzfilm ohne eine einzige gefilmte Einstellung, komplett gepromptet und generativ erzeugt.
- Rolle
- Team (3 Personen, mit Emma Eichin & Tamara Bock), Prompting, Kuration & Schnitt
- Methodik
- Regie ohne Kamera: Story → Charaktersheet → Bild → Bild-zu-Video → Schnitt & Sound
- Projektziel
- Eine Zukunftsvision zwischen Dystopie und Werbewelt erzählen, mit Prompt-Handwerk auf Filmniveau.
- Jahr
- 2026
Tools & Stack
- ChatGPT
- Gemini Veo 3
- Higgsfield
- DaVinci Resolve
- ElevenLabs
- Pixabay

Die Vision
Initiative für grünere Städte erzählt weder Dystopie noch Werbewelt, sondern einen gewöhnlichen Tag in naher Zukunft. Technologie ist da, drängt sich aber nicht auf: sortierte Anrufe, organisierte Wege, eine grünere Stadt.
Die Leitfrage: Wie sähe Zukunft aus, wenn KI uns Zeit zurückgibt, statt sie zu nehmen?

Regie per Prompt
Jede Szene beginnt als Text: Kameraperspektive, Licht, Bewegung, alles beschrieben, generiert, verworfen, neu formuliert, bis eine Variante den richtigen Ton trifft.
Die eigentliche Herausforderung ist Konsistenz: Figuren, Farbstimmung und Bildsprache müssen über Dutzende Einstellungen hinweg wie aus einem Guss wirken.

Ein Charaktersheet für die Hauptfigur
Damit dieselbe Person über zig Einstellungen erkennbar bleibt, stand am Anfang ein Charaktersheet: Gesicht, Frisur, Kleidung aus mehreren Perspektiven, frontal bis von hinten.
Jeder spätere Prompt referenziert dieses Sheet. Ohne diesen Zwischenschritt hätte die Hauptfigur leicht anders ausgesehen, ein Detail, das sofort als „billig generiert“ auffällt.

Bildsprache
Der Film arbeitet mit ruhigen, fotografischen Einstellungen statt Science-Fiction-Kulissen: reale Orte, natürliches Licht. Die Zukunft zeigt sich in Details, etwa dem Grün, das sich seinen Weg durch die Stadt bahnt.




Die Toolchain
Bilder entstanden mit ChatGPT und Gemini, daraus wurden Videos: Gemini Veo 3 für einfache, Higgsfield für komplexere Bewegungen. Geschnitten und vertont in DaVinci Resolve mit ElevenLabs, ergänzt um wenige Pixabay-Elemente.
Jedes Tool hat eine klar abgegrenzte Aufgabe in der Kette, keins übernimmt mehr, als es zuverlässig kann.

Behind the Scenes
Regie per Prompt
Der Workflow folgte einer festen Kette: Story, Charaktersheet, Bilder mit ChatGPT und Gemini, Bild-zu-Video mit Gemini Veo 3 für einfache und Higgsfield für komplexere Bewegungen, geschnitten in DaVinci Resolve, vertont mit ElevenLabs.
KI ist kein Knopf, sondern ein Werkzeug, das nur so präzise arbeitet wie die Beschreibung. „Halte dich mehr an mein Referenzbild“ war ein typischer zweiter Prompt, kein Ausnahmefall.
Methode & System
- Systemlogik
- Kein klassischer Nutzerpfad, sondern ein Kontinuitäts-System: ein Charaktersheet hält die Hauptfigur gleich, wiederkehrende Motive wie das Grün, das sich durch die Stadt bahnt, halten Dutzende Einstellungen zusammen.
- Erkenntnis aus der Recherche
- KI-Zukunftsvisionen zeigen fast immer Dystopie oder Hochglanz-Werbewelt. Die Lücke dazwischen wurde zur eigentlichen Erzählidee: ein gewöhnlicher Tag, an dem Technologie leise hilft.
- Wirkung & Sonderfälle
- Die größte Hürde war Konsistenz über unabhängig generierte Clips hinweg, gelöst über Charaktersheet, Referenzbild-Prompts und konsequentes Verwerfen. Ehrliche Bilanz im Team: rund 60 % der KI-Outputs waren direkt brauchbar, der Rest Anlauf und Fehlversuche, bei Bildern lief es besser als bei Video.
